Musikszene Hannover
Start Bands + Solo Festivals Konzert-Tips Bilder + Worte Clubs Kontakt Impressum Hannover CDs

Der Herbst-Winter in Hannover wird extrem HEISS. Auf jeden Fall extrem schweißtreibend weil tanzbar.

Neben Ska Klassikern wie "The Selecter" kommen außerdem "The Slackers" und "The Toasters" aus New York, Sondaschule aus Mühlheim und Che Sudaka aus Barcelona und viele andere tanzbare Bands nach Hannover




01.11.17 -The Selecter - 60er-Jahre Halle

The Selecter sind eine der wichtigsten Bands der 2-Tone- und Ska-Bewegung. Ihre Hits wie “On My Radio” oder “Missing Words” beeinflussen das Genre noch nach Jahrzehnten. Live pumpt die Band nach wie vor, als schrieben wir das Jahr 1980 – und Pauline Black ist eine der charismatischsten Frontfrauen der Pop-Welt. Es gibt keine Show, bei der das Publikum danach nicht vollkommen begeistert ist. Nach unzähligen Auftritten auf der ganzen Welt, darunter auch mit ihren Kollegen von The Beat, der Arbeit mit Damon Albarn an seinem Gorillaz-Projekt und diversen Award-Verleihungen widmet sich die Band nun ihrem Nachfolger zu “Subculture” von 2015. Ihr neues Album “Daylight” erscheint im Oktober und wird The Selecter wieder in aller Munde und auch zurück nach Deutschland bringen. Foto


04.11.17 -GUACAMOLE AQUI - Kulturpalast Linden

Mit „Guacamole Aqui“ gibt sich einer der tanzlastigsten Exporte der Landeshauptstadt die Ehre im Kulturpalast in Linden. Guacamole Aqui stehen für Latin Music mit reichlich Percussion und fettem Bläsersatz. Die neunköpfige Band um den Sänger und Gitarristen Matthias Brinker präsentiert eine Melange aus Eigenkompositionen und traditioneller Cuban-Latin Music. Mit erfrischenden Undergroundvarianten Cubanischer Son- und Salsa-Klassiker bis hin zu groovenden Gitarrenriffs und Balkanbeats. Man fragt sich, warum Guacamole Aqui so gut ankommen. Denn nach wie vor legen die acht, manchmal zehn Musiker eine bemerkenswerte Ignoranz gegenüber den klassischen lateinamerikanischen Rhythmen an den Tag. Nach wie vor blinzelt manchmal die Harcore-Vergangenheit durch, auch wenn längst Trompeten und Percussion an die Stelle der krachenden E-Gitarren getreten sind. Nach wie vor wird auf der Bühne gerockt, gesoffen und geraucht und die schlecht sitzenden schwarzen Anzüge sehen irgendwie gemietet aus… also warum kommen die so gut an? Die Antwort ist: Ja. Genau. Eben drum. Sie spielen nicht nur Salsamusik in einer Art, wie sie nur Nicht-Latinos spielen würden, nein, zu allem Überfluss spielen sie auch noch jede Menge Cover-Versionen von Ganz-und-gar-nicht-Mariachimusik, wie sie nur Mariachis spielen würden (das heisst, naja, wie sie nur Nicht-Latinos spielen, die wie Mariachis spielen?). Madonna, Sugarbabes, Hendrix und Wer-weiss-was-noch tauchen da plötzlich auf, als Samba, Mambo, Ska Punk. Und dazu werden natürlich die Klassiker von Manu Chao über Ozomatli bis zum Buena Vista Social Club bedient, alle in sehr erfrischenden Underground-Varianten. Foto


22.11.17 -Sondaschule - 60er-Jahre Halle

Der Ruhrpott liegt immer noch brach und verfällt. Aber nach 2016 gilt das auch für die ganze Welt. Die Ska-Punks der Sondaschule widersetzten sich vor zwei Jahren mit ihrem Top-10-Album “Schön kaputt” der wunderschönen Hässlichkeit des Untergangs mit Pauken, Trompeten und Offbeats. Doch jetzt sind andere Geschütze gefragt. Ihr neues Album “Schere, Stein, Papier” ist politischer, ernster. Und eine dringende Reaktion auf unsere Krisenzeit. Kurz vor der Jahrtausendwende schlossen sich die sechs Ruhrpott-Rude-Boys zusammen und adaptierten den Sound ihrer Vorbilder Rancid, der kalifornischen Skatepunks NOFX und The Mighty Mighty Bosstones mit einem NRW-Mindstate. Sondaschule veröffentlichten die rotzige Debüt-EP “Lieber Einen Paffen”, fünf weitere Alben und gingen 2015 mit ihrem bisher besten und erfolgreichsten Langspieler “Schön kaputt” den Weg zurück zu den Wurzeln – und zeichneten darauf ein Bild von geschlossenen Zechen, sozialen Spannungen und Jugend-Abwanderung, aber auch von großer Freundschaft und kleinem Glück. Man entfloh der Ruhrpott-Tristesse mit treibenden Bläsersätzen, Uptemo-Nummern und einer Portion Sarkasmus. Mit “Schön kaputt” stiegen Sondaschule erstmals in die Album-Top-Ten ein, spielten eine ausverkaufte Deutschland-Tour und krönten ihren Lauf vor 3500 Besuchern in der ausverkauften Oberhausener Turbinenhalle zum fünfzehnten Band-Jubiläum. Foto




17.12.17 -The Toasters - Mephisto-Faust

Die Toasters sind eine Legende. Seit nunmehr 36 Jahren im Geschäft, haben sie die Two Tone-Ära eine Weile fast im Alleingang am Leben erhalten. Darüber sind sie zu Recht Ikonen geworden. Doch der Reihe nach: 1981 von Exil-Engländer Rob 'Bucket' Hingley an der Lower East Side Manhattans gegründet, strahlt der Toasters-Sound aus World Beat, Soul, Rap, Rocksteady, Reggae und Ska mit Rock- und Punk-Einflüssen heller als der so ziemlich jeder anderen Ska-Band. Kein Wunder, sind die New Yorker doch durchwegs grandiose Musiker, die ihren Kunstwillen unter anderem mit tollen weiteren Bands wie etwa dem New York Ska Jazz Ensemble ausleben. Foto


22.12.17 - Mono & Nikitaman - 60er-Jahre Halle

Das neue Album ist fast fertig und Mono & Nikitaman kommen vor dem Release noch mal kurz raus aus dem Studio, um ein paar exklusive Konzerte zu spielen. Natürlich werden Mono und Nick neben bekannten Liedern auch schon ein paar Stücke vom neuen Album präsentieren. Einen kleinen Vorgeschmack bieten die bereits veröffentlichten Singles. Mit “Hitler muss immer wieder sterben” positionieren sie sich klar gegen den rechten Schwachsinn, der zur Zeit wieder populär ist und schlagen Alarm. Die zweite Vorabsingle “Kein Weed (ist auch keine Lösung)” lässt schon jetzt die Herzen sämtlicher Mono & Nikitaman-Fans der ersten Stunde höher schlagen: “Zu viel Realität ist auch nicht immer schön.” Die beiden sind der Bundesregierung in Sachen Legalisierung mal wieder einen Schritt voraus. Mono & Nikitaman feiern nicht sich selbst, sondern ihr Publikum, das macht sie so sympathisch und wird ihnen seit vielen Jahren Dauer-Tournee tausendfach vom ersten bis zum letzten Song gedankt. Die Texte des Duos sind wie Waffen gegen die Einfältigkeit, Dummheit und schlechte Laune unserer Zeit. Sie geben Hoffnung und liefern den Soundtrack zum Selbermachen sowie die Vision einer besseren Welt. Anfang 2004, als das Debüt “Das Spiel beginnt!” erschien, galten Mono & Nikitaman noch als Geheimtipp. Sowohl die Konzerte ls auch das Publikum unterschieden sich aber bereits von jeglichen Reggae-Klischees und hielten eher dem Vergleich mit der Punk-Szene stand: Ekstase, Schreien, Springen und eine große Party für ein gutes Gefühl! Mono & Nikitaman – das ist Dancehall-Anarcho-Reggae-Punk-Pop, laut, grell und selbstbewusst. Man darf gespannt sein, wenn sich die beiden nach mehr als 900 Shows und fünf Studio-Alben mit neuen Liedern im Gepäck wieder auf den Weg machen, um die Clubs zu zerlegen und “ein bisschen Sommer” in Deine Stadt zu bringen. Foto


14.ß2.18 - Che Sudaka - Mephisto-Faust

Drei Jahre sind ins Land gegangen seit der Veröffentlichung von “Hoy”, dem letzten Studioalbum von Che Sudaka, welches die Band als unumstrittene Referenz des Cumbia-Ska-Punk weltweit konsolidiert hat. Passend zu den Feierlichkeiten ihres 15. Band-Jubiläums geben die vier Brüder aus Argentinien und Kolumbien nun die Veröffentlichung ihres siebten offiziellen Studio-Albums im November 2017 bekannt. Der gewählte Album-Titel bringt die Geschichte Che Sudakas auf den Punkt: “Almas Rebeldes” bedeutet “Rebellische Seelen”. Dieser Titel ist, in den Worten der Band, ein “Gruß an all jene Seelen, die gegen das Gefühl der Ohnmacht rebellieren und versuchen, trotz der durchgedrehten Gesellschaft, in der wir heutzutage leben, weiterhin zu glauben und zu fühlen, dass wir alle letztendlich eins sind!” Gegründet im Jahr 2002 in der mediterranen Hafenstadt Barcelona, gilt Che Sudaka heute als Flaggschiff der Mestizo-Musik und als eine der besten Live-Bands weltweit. Ihre aussagestarken und sozialkritischen Texte, mit denen sie jedwede kulturellen, ideologischen und physischen Grenzen niederreißen und das menschliche Zusammenleben gegen politische und mediale Spaltung verteidigen, heben die Band von der Masse ab. Che Sudaka ist zum Aushängeschild einer Lebenseinstellung und kulturellen Gegenbewegung gewachsen, zum Bindeglied einer global vernetzten Familie. Foto Die einstmals illegalen Immigranten in den Straßen Barcelonas wurden auf Festivals in fünfundvierzig Ländern eingeladen und haben mittlerweile anderthalbtausend Konzerte gespielt! Ihre musikalischen Wurzeln finden die vier Südamerikaner neben ihrer eigenen Cultura Popular vor allem in legendären Bands wie The Clash, Mano Negra oder Los Fabulosos Cadillacs. Überbordende Energie ist auf der Bühne ihr Markenzeichen! Ihr neues Album “Almas Rebeldes” ist das Ergebnis ihrer Suche nach einem eigenen, authentischen und wiedererkennbaren Sound, einer Mischung aus lateinamerikanischer Folklore, jamaikanischen Rhythmen, Punk-Attitüde und den elektronischen Spielzeugen eines Soundsystems. Dabei bleibt die Band ihrem Motto treu: “Bailar pensando!” (“Beim Tanzen nachdenken!”) und trägt mit ihren Songs nicht nur die schweißtreibendste Party, sondern auch soziales Bewusstsein und eine solidarische Lebenshaltung über alle fünf Kontinente. Che Sudaka sind eine Band mit Mission, eine Band die sich als Medium für das kollektive Bewusstsein begreift. Ihre Musik wird zur Waffe in einem gewaltfreien Kampf für eine solidarische Gesellschaft.
Kein Bock auf Nazis Banner
Counter